Sinusitis Therapie

Diagnose

Typischerweise erhält der Arzt bereits durch die Schilderung der Symptome einen starken Hinweis auf die Erkrankung. Als körperliche Untersuchung wird er vor allem eine Rhinoskopie durchführen. In der Nase sieht er Sekretabsonderungen und evt. eine Eiterstrasse, die Hinweise auf den Entzündungsherd geben. Eventuell kann zur genaueren Diagnose eine Punktion der Kiefer- oder Stirnhöhle durchgeführt werden. Diese Untersuchung ist gleichzeitig auch Therapie, da neben einer Probeentnahme die betroffene Höhle gespült werden kann. Bei schweren Fällen wird der Arzt auch eine Computertomografie anordnen um sich einen Überblick über die Ausdehnung der Erkrankung zu verschaffen.

Therapie

Ein Großteil der Nebenhöhlenentzündungen würde auch ohne Therapie abheilen. Aufgrund der möglichen Komplikationen wird jedoch häufig eine Therapie durchgeführt. Zur Anwendung kommen abschwellende Nasentropfen, mit abschwellenden Mitteln getränkte Watte, die unter die mittlere Muschel eingelegt wird (sog. hohe Einlagen), Antibiotika, sowie die Inhalation mit Salzwasser oder Kamillendampf.

Nur wenn diese Mittel nicht Helfen und die Entzündung nach zwei Wochen noch besteht, wird der Arzt eventuell eine Punktion der Kieferhöhle oder der Stirnhöhle vornehmen.

Prävention:

  • Kopfbedeckung bei feuchtem Wetter/Wind. Nasse Haare warm halten
  • Polypen oder schiefe Nasenscheidewand operativ entfernen lassen, sodass die Abflusswege wieder frei sind
  • um eine chronische Sinusitis auszuschließen sollte man bei oftmaliger Sinusitis einen HNO (Hals-Nasen-Ohren-Arzt) konsultieren.
  • Rauchen vermeiden
  • Nasenspülungen mit Salzwasser
  • Zähne gesund halten (manchmal sind auch Zahnwurzelprobleme verantwortlich)

Interessant ist auch, dass z.B. in vielen asiatischen Ländern das "Hochziehen" der Nase gesellschaftlich akzeptiert ist und dort Nebenhöhlenentzündungen nahezu unbekannt sind. Beim "Hochziehen" und folgendem Schlucken werden nämlich die Bakterien durch die Magensäure zerstört - im Gegensatz zum "Nase-Putzen" wird (noch nicht wissenschaftlich gesichert!) das Eindringen von Erregern in die Nebenhöhle begünstigt.