Sinusitis

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Definition

Hierbei handelt es sich um eine akute oder auch chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen.
Die akute Sinusitis resultiert häufig aus einem einfachen Schnupfen, wobei durch Schwellung der Schleimhäute oder auch anatomische Besonderheiten das Sekret nicht aus den Nasennebenhöhlen abfließen kann. Nasennebenhöhlen sind knöcherne Hohlräume im Schädel. Darunter fallen die Kieferhöhle, die Stirnhöhle, die Siebbeinzellen und die Keilbeinhöhle. Bei einer Sinusitis  sind meist die Kieferhöhlen oder die Stirnhöhle betroffen. Eine akute Sinusitis dauert beim Erwachsenen etwa zwei Wochen, bei einer Dauer von mehr als zwei Monaten wird von einer chronischen Sinusitis gesprochen, in der Zeit dazwischen spricht der Arzt von einer subakuten Sinusitis.

Ursache

Ausgelöst wird eine Nasennebenhöhlenentzündung häufig durch Viren, aber auch bakterielle Infektionen oder Allergien können eine Sinusitis auslösen. Nicht selten jedoch steht zu Beginn eine Viruserkältung, die zu einer Schwächung der Schleimhaut führt, wodurch Bakterien in die ansonsten sterilen Nasennebenhöhlen einwandern und sich vermehren können. Personen die eine Verschiebung der Nasenscheidewand oder eine andere anatomische Veränderung mit verminderter Belüftung der Nase aufweisen, zeigen ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Nasennebenhöhlenentzündung. Kinder leiden wegen der verengten anatomischen Verhältnisse vermehrt unter einer Sinusitis.
Eine bakterielle Infektion liegt häufig vor, wenn die Symptome länger als 7 Tage andauern, einseitige Gesichtschmerzen bzw. eitriger Ausfluss aus der Nase vorliegen. Bei beidseitigen Symptomen dürfte eher eine virale Ursache vorliegen. Ca. 15-20% der Bevölkerung haben im Jahr eine Sinusitis.
Den Begriff chronische Sinusitis verwendet man, wenn eine Sinusitis mehr als 2 bis 3 Monate dauert. Oft resultiert diese aus einer nicht ausgeheilten Sinusitis - meistens sind auch Kieferhöhlen und Siebbeinzellen betroffen.

Verdacht auf Sinusitis

Eine Sinusitis kann durch einen Abstrich der Nasenflüssigkeit sowie einer gezielten Befragung des Betroffenen festgestellt werden. Bei einer chronischen Sinusitis kann es jedoch sein, dass keine "klassischen" Symptome vorhanden sind - bei Verdacht sollten bild gebende Verfahren wie  Sonographie (zur Verlaufskontrolle oder bei akuten Schüben),  Computertomographie oder  Magnetresonanztomographie verwendet werden.

Symptome

Als typisches Zeichen für eine Sinusitis kommt es zu einer Absonderung von Eiter und Sekret aus der Nase, bei gleichzeitigem Druckschmerz in der betroffenen Höhle. Es sind dies meist die  Kieferhöhle oder die Stirnhöhle. Regelmäßig kommt es zu Kopfschmerzen oder auch Gesichtsschmerzen. Bei Kindern fehlen diese Kopfschmerzen häufig. Dazu kommen Fieber und Abgeschlagenheit. Die Zähne sind meist überempfindlich und als typisches Zeichen nimmt der Schmerz in den Nebenhöhlen zu wenn der Patient den Kopf nach vorne beugt. Da eine Nasennebenhöhlenentzündung oft als Begleiterkrankung einer Erkältung vorkommt, stehen zu Beginn die Symptome eine Erkältung im Vordergrund und im Laufe der Erkältung kommt es zu den oben genannten Symptomen.

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